Sollen eine Couch, ein Sofa oder die entsprechenden Sessel so lange wie möglich intakt und schön bleiben, benötigt es die passende Pflege – und zwar regelmäßig! Wie man dabei genau vorgeht, hängt vom Verschmutzungsgrad und natürlich vom Material ab. Damit das Ergebnis perfekt wird, sollte man einige Tipps beachten.
Die Basics
Staubsaugen gehört zu den alltäglichen Pflegemaßnahmen, das vertragen fast alle Bezugsmaterialien. Allerdings empfiehlt es sich, die Saugleistung nicht zu stark einzustellen, da sonst die Bespannung zu viel Zug bekommen und anschließend Falten werfen kann. Am besten lässt es sich mit einem speziellen Aufsatz (Polsterdüse bei Stoff oder Bürstenaufsatz bei Leder) arbeiten. So werden die Schmutzpartikel aus dem Verkehr gezogen und die Abnutzung durch die Reibung sowie die Gefahr des Verfärbens werden minimiert.
Couchgarnituren und Sofas sowie Sessel sollten auch ab und an mit einem feuchten, aber nicht zu nassen Lappen abgewischt werden. Wenn der Hersteller nichts anderes empfiehlt, am besten destilliertes lauwarmes Wasser und Neutralseife verwenden. Destilliertes Wasser deshalb, damit keine Kalkränder entstehen. Die Seife sollte vollständig aufgelöst sein. Tipp: „Feuchter Lappen“ bedeutet, dass der Lappen ins Wasser getaucht und danach sehr gut ausgewrungen wird, bis keine Feuchtigkeit mehr austritt. Vor allem Leder-, aber auch Stoffbezüge freuen sich über diese Feuchtigkeitsregulation.
Lederpflege
Leder ist ein lebendiges Material, ähnlich wie Holz. Es lässt sich eigentlich sehr gut pflegen, wenn man einige Regeln berücksichtigt. Leder reagiert auf Hitze, Luftfeuchtigkeit und Sonnenbestrahlung, daher ist es wichtig, ein Ledersofa nicht zu nah an der Heizung oder am Fenster zu platzieren. Zudem empfiehlt es sich, stets auf die Luftfeuchtigkeit zu achten, denn bei zu trockener Luft wird das Material rau und spröde.
Auch hier empfiehlt es sich, Ledermöbel wöchentlich – in der Heizperiode vielleicht sogar zweimal – mit einem weichen, leicht feuchten Baumwolllappen zu reinigen, um dem Material Feuchtigkeit und damit Geschmeidigkeit zurückzugeben und die Poren von Schmutz zu befreien. Anschließend mit einem Wolltuch trocknen oder (nicht zu heiß!) fönen. Neben der wöchentlichen Pflege sollten Ledersitzmöbel je nach Beanspruchung ein- bis zweimal im Jahr mit speziell darauf abgestimmten Reinigungsprodukten gesäubert und danach mit geeigneten Lederpflegemitteln behandelt werden.
Stoffpflege
Die Basics, bestehend aus Staubsaugen und der Reinigung mit einem feuchten Lappen, hatten wir bereits beschrieben. Stoffsofas und Sessel mögen es darüber hinaus, ab und an mit einer weichen Polsterbürste aufgebürstet zu werden. So richten sich die durch das Sitzen zusammengedrückten Fasern wieder auf und bieten anschließend eine schöne, fast neuwertige Optik.
Ob Designer-Ledersofa, Stoffgarnitur oder hochwertiger Stressless Sessel: Leider lassen sich Verfärbungen bei Möbelstoffen über die Zeit kaum vermeiden, sie entstehen durch Reibung sowie durch eingefärbte Textilien, mit denen man darauf sitzt. Solche Verfärbungen bekommt man in der Regel mit einfachen Hausmitteln nicht weg. Zum Glück gibt es hierfür im Handel spezielle Reinigungsmittel, meist in Form von Schaum, der zunächst aufgesprüht wird und einwirken muss. Anschließend wird er abgebürstet oder abgesaugt. Mit solchen Spezialmitteln lassen sich auch hartnäckige Verfärbungen entfernen.
Tipps für die erfolgreiche Fleckenentfernung
Die goldene Anti-Fleckenregel lautet: Je früher man sie entfernt, desto größer ist die Chance auf Erfolg. Flüssigkeiten am besten gleich mit Küchenpapier aufnehmen. Die beste Soforthilfe bei den meisten Flecken auf Sofa und Sessel ist ein angefeuchteter Lappen in Verbindung mit destilliertem Wasser. Letzteres verwendet man, weil darin keine Elektrolyte (also Salze) enthalten sind und es so keine Ränder beim Trocknen gibt. Destilliertes Wasser kann man in Apotheken, Baumärkten, Drogerien, Supermärkten aber auch an Tankstellen erwerben.
Tipp: Niemals reiben, sondern tupfen – sonst kann es Gewebeschäden geben. Leder niemals mit Lösungsmitteln (etwa Benzin und Terpentin) behandeln. Bevor man versucht, einen Fleck aus dem Bezug zu entfernen, sollte man zudem einen Test an einer unauffälligen Stelle machen, um sicherzugehen, dass sich der Stoff nicht verfärbt oder sich seine Struktur verändert.
