Die wichtigsten Basics zum aktiven Insektenschutz

Insektenschutz
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Der Sommer steht vor der Tür – und mit ihm die Insekten! Viele Haus- und Wohnungsbesitzer schützen sich vor den ungeliebten Plagegeistern mit Schutznetzen vor den Fenstern und Türen, doch 100 % dicht sind diese nie. Daher können zusätzlich aktive Insektenschutzmaßnahmen zum Einsatz kommen. Die wichtigsten davon stellen wir hier vor.

Es gibt mechanische, elektrische, akustische und chemische Insektenvernichter. Hierbei geht es primär darum, sich lästige und stechende Insekten wie Mücken vom Leib zu halten. Die Bekämpfung der Insekten kann dabei auf der Basis des Vertreibens oder Tötens geschehen.

Mückenschutz am Fenster und Moskitonetze

Ein besonders wichtiger Schritt in der Abwehr von Mücken und anderen Insekten ist der vorbeugende Schutz an den Fenstern und Türen. Hochwertige Insektenschutzgitter, die millimetergenau in die Fensterrahmen eingepasst werden, bieten eine verlässliche Barriere gegen das Eindringen der Plagegeister. Sie sind in verschiedenen Varianten erhältlich – von einfachen Spannrahmen über Rollo-Systeme bis hin zu komfortablen Drehrahmen oder Schiebesystemen, etwa für Terrassen- und Balkontüren.

Ein Vorteil moderner Schutzgitter liegt in der Auswahl des Gewebes: Neben klassischen Polyester- oder Fiberglasnetzen gibt es inzwischen besonders licht- und luftdurchlässige Varianten sowie feinmaschige Gewebe, die auch kleinste Insekten wie Kriebelmücken fernhalten. Für Allergiker stehen sogar Pollenfilter-Gewebe zur Verfügung, die gleichzeitig als Pollenschutz dienen.

Die fachgerechte Montage – ob durch Klemmen, Schrauben oder durch den Einsatz von Magnet- bzw. Klettsystemen – sorgt dafür, dass die Netze auch bei regelmäßigem Öffnen und Schließen der Fenster sicher halten. Wichtig ist dabei eine gute Passform: Selbst kleine Lücken oder unsaubere Abdichtungen können dafür sorgen, dass sich Mücken dennoch Zugang verschaffen.

Zusätzlich lassen sich Moskitonetze auch im Innenraum nutzen – beispielsweise über dem Bett. Diese feinmaschigen Netze schaffen primär in Schlafräumen einen besonders sicheren Rückzugsort, vor allem in heißen Sommernächten mit geöffnetem Fenster. Sie werden in der Regel an der Decke befestigt und über das Bett gehängt, sodass eine insektenfreie Zone entsteht. Für Reisen oder den Einsatz im Freien gibt es zudem kompakte, mobile Varianten, die sich leicht verstauen und aufbauen lassen.

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Mit einer Kombination aus fest installierten Schutzgittern an Fenstern und Türen sowie ergänzenden Moskitonetzen im Wohn- oder Schlafbereich lässt sich der Insekteneinflug deutlich reduzieren – ganz ohne Chemie und ohne das Risiko eines Stichs während der Nacht.

Mechanische Geräte

Der Einsatz von mechanischen Bekämpfungsmitteln ist nur sehr begrenzt möglich. Sie sind zwar teilweise sehr effektiv, meist kann man sie aber nur direkt im Haushalt verwenden. Hierzu zählen etwa die klassischen Fliegenklatschen, welche es in allerlei Farben und Formen überall zu kaufen gibt. Der Schlag mit der Fliegenklatsche ist für das Insekt zumeist tödlich. Jedoch ist man gezwungen, die Insekten direkt aufzuspüren und ihnen hinterherzusetzen, um den tödlichen Treffer zu landen. Die Anschaffungskosten für eine Fliegenklatsche sind dafür aber sehr gering.

Ein weiterer wirkungsvoller Schutz ist der altbekannte Fliegenfänger in Form einer Klebefalle. Hierbei handelt es sich um einen Streifen, der mit lockenden Duftstoffen und Klebstoff versetzt ist. Dieser Streifen lockt Insekten an, welche dann durch den Klebstoff haften bleiben und sterben. Diese Methode ist recht einfach und bequem, sieht aber in einer Wohnung nicht immer sehr vorteilhaft geschweige denn appetitlich aus.

Eine modernere Lösung sind Klebepads aus Papier, die ebenfalls mit einem Lockstoff und Klebstoff versehen sind. Diese können an Schränken, Türen etc. befestigt werden, hängen also nicht frei im Raum wie die altbekannten Fliegenfänger und fallen so weniger auf.

Elektrische Geräte

Auch Elektronik wird inzwischen verwendet, um lästige Insekten abzutöten. Hierbei kennt man vor allem die elektrische Fliegenklatsche. Diese ist in der Funktion einer normalen Fliegenklatsche gleich, aber beseitigt durch ein elektrisches Gitternetz Insekten schnell und unkompliziert.

Ebenfalls bekannt ist der elektrische UV-Insektenvernichter. Hierbei handelt es sich um eine Art UV- Lampe, die durch ihr Licht Insekten anlockt. Diese fliegen auf ihrem Weg zu der Lichtquelle durch ein elektrisches Gitternetz und werden durch einen Stromschlag vernichtet.

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Und schließlich gibt es elektrische Adapter, die eingeschaltet einen für Insekten unangenehmen Geruch verströmen und sie so vertreiben. Meist werden diese Geräte direkt in eine Steckdose gesteckt, es gibt sie aber auch mit Batterien bzw. Akkus zum freien Aufstellen.

Akustische Geräte

Was viele nicht wissen: Auch mit Tönen kann man Insekten vertreiben. Hierzu zählen etwa sogenannte Hochfrequenz-Piepser. Diese Geräte sollen hauptsächlich Stechmücken bzw. Moskitos vom Stechen abhalten. Dafür wird eine spezielle Ultraschallfrequenz erzeugt – ein für den Menschen nicht hörbarer Ton, der von den Insekten wahrgenommen wird und sie in die Flucht schlägt. Die Wirksamkeit dieser Geräte ist allerdings umstritten bzw. bisher nicht einhundertprozentig nachgewiesen worden.

Schnelle Hilfe nach einem Stich

Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dann doch einmal zu einem (oder mehreren) Insektenstich(en) gekommen ist, gibt es ebenfalls Abhilfe. Sogenannte Insektenstichheiler sollen die Folgen des Stiches, etwa Juckreiz und Schwellungen, verhindern oder zumindest abmildern. Hierfür enthalten sie entweder natürliche Substanzen (z. B. aus Kräutern oder anderen Pflanzen) oder künstliche bzw. chemische Inhaltsstoffe. In jedem Fall ist vor der Anwendung zu prüfen, ob Allergien oder Unverträglichkeiten gegen die Inhaltsstoffe bestehen.

Chemische Mittel – besser nicht

Insbesondere Insektensprays nutzen die Möglichkeiten der Chemie, um Insekten zu vernichten. Hierunter können jedoch zwei unterschiedliche Dinge verstanden werden:

  • Ein Insektizid, das man versprüht oder auf einem Elektroverdampfer benutzt. Diese töten nützliche und schädliche Insekten gleichermaßen. Elektroverdampfer sind in Deutschland aber nur in Innenräumen zugelassen.
  • Als weitere chemische Mittel sind die sogenannten Repellents oder auch Insektenabwehrstoffe zu nennen. Diese werden als Lotion, Roll-On-Stick, Mückenpflaster oder als Spray auf die Haut gebracht. Repellents verdunsten langsam durch die Körperwärme und bilden so eine Schutzschicht. Mit den Insektenabwehrstoffen werden Insekten nur vertrieben, aber nicht getötet.

Bedenken Sie bitte, dass diese Insektizide meist weder wirklich gesund sind und für Haustiere und insbesondere Wasserorganismen je nach Wirkstoff sehr schädlich sein können.

Verfasst von Redaktionsleitung

Kai ist die Leitung der Redaktion von wohnhelden.net. Er korrigiert und lektoriert zusammen mit Claudia sämtliche angelieferten Texte, bevor sie veröffentlicht werden.

Kai liebt es, sich im Freien aufzuhalten, ist aber genauso gerne zuhause. Dort hat er es sich wirklich gemütlich gemacht und ist immer auf der Suche nach neuen Ideen für das gemütliche Heim.

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